Kleinstadt Klimafit Ein Projekt von GoingVis

Wie wird Klimaanpassung bei Veranstaltungen sichtbar?

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Infostand beim Tag des Wassers

Boizenburg/Elbe

Starkregen, Dürre, Hochwasser, Hitzesommer - der Klimawandel hat Auswirkungen auf unseren Wasserhaushalt und unseren Umgang mit Wasser, ob zu Hause, im Garten oder in der Stadt. Im September 2019 war PLATZ-B beim Tag der offenen Tür der Versorgungsbetriebe Elbe GmbH mit einem Infostand rund ums Thema Wasser vertreten. Ganz prominent in Blau mit dem Motto „ZU VIEL ZU WENIG“ wurden Passanten zum Gespräch eingeladen. Außerdem war der Stand eingebunden in eine Schnitzeljagd und einen Wettbewerb.

Bei fantastischem Wetter wurden alle Besucher*innen mit einfachen Mitteln ins Gespräch gebracht anhand der Fragen: Sind wir betroffen? Wer hat was gemacht? Was brauchen wir? Was fehlt? Außerdem wurden Betroffenheit zum Thema Hitzestress und die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren diskutiert. Ziel war es, mehr über die Anpassungspraktiken der Boizenburger*innen zu erfahren und sie mit der Plattform bekannt zu machen.

Wie kann so ein Projekt finanziert werden?

Das Projekt wurde durch die Plattform finanziert.
Plattform PLATZ-B Versorgungsbetriebe Elbe GmbH
Konzipierung des Infostands, Kommunkationsmittel und Video durch die Plattform; (r)evolutionäre ideen + Tolk haben die Realisierung unterstützt, FFU konzipierte die Umfrage und unterstützte die Recherche.
Als Gastgeber haben die Versorungsbetriebe Elbe GmbH die Plattform mit einem Stand in ihr Rahmenprogramm und Organisation eingebunden.
Konzipierung des Infostands, Kommunkationsmittel und Video durch die Plattform; (r)evolutionäre ideen + Tolk haben die Realisierung unterstützt, FFU konzipierte die Umfrage und unterstützte die Recherche.
  • © bjohn

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Was kann entstehen?

Insgesamt schien es, dass dieser Infostand einen besseren Zugang zu stillen Gruppen bot.

Der Hitzesommer 2018 und das sehr gute Wetter am Veranstaltungstag schien den Teilnehmenden bei ihren Erinnerungen zum Thema #wenig Wasser zu helfen. Die Betroffenheit wurde größtenteils bestätigt. Besonders wurde Erinnerungen über die Deichwachen der Feuerwehr geteilt und über das Sandsäcke-Schaufeln berichtet. Aber auch ganz einfache Maßnahmen zur Klimaanpassung aus dem Alltag wurden gesammelt.

Die Plattform wurde bekannter. Die Veranstaltung selbst hat auch die Kooperation mit den Versorgungsbetrieben und ihre Rolle im Unterstützerkreis der Plattform gestärkt.

Wie kann es weitergehen?

Die vielen informellen und persönlichen Gespräche mit Passanten, Stadtvertreter*innen und Kooperationspartnern hat vor allem das Vertrauen in beide Richtungen gestärkt. Kritik, Lob und Ideen konnten gleichermaßen ausgetauscht werden.

Auch das persönliche Kennenlernen und vorsichtige auf Tuchfühlung-Gehen mit dieser neuen Plattform war möglich. Dies ist die Voraussetzung und ein wichtiger Baustein für weiteres Netzwerken.

TIPPS

Die direkte Einbindung an eine familienorientierte, interaktive große Veranstaltung hat den Kontakt zu vielen Bürger*innen ermöglicht, die sich sonst zu Workshop-Formaten nicht trauen oder sich nicht angesprochen fühlen würden.

Der Aufbau und die Gestaltung machte viele Besucher*innen neugierig; die direkten Fragen und der transparente Umgang mit Antworten machte es vielen sehr leicht, auch ins Gespräch zu kommen. Eine Standbetreuung zu zweit kann ggf. zu wenig sein.