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Wie spende ich Zukunft?

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Freya’s Streuobstwiese

Boizenburg/Elbe

Freya’s Streuobstwiese wächst auf rund 1400 m2 des Kleingartenvereins Möwenhorst e.V., direkt am Radweg zwischen Altstadt und Bahnhof und wurde im Juni 2021 eingeweiht.

Inspiriert durch die Baumspendenidee „Zukunft schlägt Wurzeln“ bot das lokale Unternehmen drinkuth AG die finanzielle Unterstützung für eine gesamte Sreuobstwiese an. Es war dem Vorstandsvorsitzenden ein Anliegen, vor Ort durch Engagement auch die Lebensqualität zu steigern und die Wiese seiner verstorbenen Kollegin widmen.

Es folgten im November, Dezember und Januar viele Arbeitseinsätze der Mitglieder des Kleingartenvereins und von Mitarbeitern des Bauhofs, um die Fläche sachgerecht vorzubereiten (roden, freischneiden, fräsen, planieren) und die Wasserversorgung (Brunnenbohrung, Brunnenhaus, Wasserleitung, Strom) zu legen. Parallel dazu wurden die Flächen- und Baumsortenplanung von PLATZ-B und Biosphärenreservatsamt vorgenommen. Diese Arbeiten haben noch viele weitere Kooperationen inspiriert: die Spende von Mutterboden, eines Zauns und Insektenhotels von drei weiteren Unternehmen; die Spende von Holz für den Werkunterricht der Grundschule für den Bau von Nistkästen. 

Regelmäßige Berichterstattung über den gesamten Prozess über die sozialen Medien und die lokalen Zeitungen haben die Öffentlichkeit über die Fortschritte informiert. Teilweise wurde diese Berichterstattung auch von interessierten Bürgern und nicht von PLATZ-B übernommen. 

Plattform PLATZ-B Kleingartenanlage Bauhof Bürger*innen Verwaltung Unternehmen Biosphärenreseravatsamt
PLATZ-B hat vornehmliche die Organisation der Abläufe, die Beplanung der Fläche und Kommunikation/Koordination der Akteure untereinander übernommen.
Der Vorstand der Kleingartenanlage und viele Mitglieder haben mit Planung und Arbeitseinsätzen über viele Monate die Umsetzung voran getrieben.
Der Bauhof hat bei der Vermittlung zur Fläche geholfen und mit schweren Gerät bei der Vorbereitung der Fläche, Vermittler der Fläche unterstützt.
Bürger*innen mit ihren Familie übernahmen den Bau der Insektenhotels.
Mitarbeiter*innen der Verwaltung haben an einem Vormittag gemeinscahftlich die Pflanzung der Bäume übernommen.
Lokale Unternehmen haben viele einzelne Elemente mit Sponsoring und Spenden zur Realisierung beigetragen: diverse Materialien z.B.: Mutterboden, Zaun; der Hauptinitiator hat Bäume und Pflanzmaterial, Fenster und Tür für das Gartenhäusschen eingebracht.
Das Biosphärenreseravatsamt hat bei der Auswahl der Bäume und der Planung der Fläche unterstützt.
PLATZ-B hat vornehmliche die Organisation der Abläufe, die Beplanung der Fläche und Kommunikation/Koordination der Akteure untereinander übernommen.
Schweriner Volkszeitung 31.03.2021
„Weshalb an dieser Stelle in Boizenburg gerade so viel Erde bewegt wird“
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Was kann entstehen?

Zwischen Plattform und Unternehmen wurde durch diese erfolgreiche Umsetzung ein Vertrauensverhältnis geschaffen, auf das ggf. In der Zukunft auch für weitere Projekte zurück gegriffen werden kann. 

Das Verhältnis zwischen Kleingartenanalage und Stadt wurde gestärkt. 

Durch einen offenen Beteiligungsprozess konnten Menschen mit unterschiedlichen Präferenzen und Motivationen, ihr Erfahrungswissen und ihre Fähigkeiten einbringen. Dadurch wird das selbstständige Anpassungshandeln der beteiligten Akteure gefördert.

Wie kann es weitergehen?

Um dem Ort einen besonderen Anstrich zu geben und sie auch hervorzuheben, wurde auf dem parallelen Fahrradweg die Straßenkunst „Heimatliebe“ angebracht. Die Arbeit widmet sich dem Thema Heimat und der Zuneigung ihrer Bewohner. Außerdem regt sie zum Nachdenken über Bedeutungen, Werte und Bezugnahmen in der Verwendung dieses Begriffes an.

Schulklassen sind eingeladen, Unterricht direkt auf der Streuobstwiese zu veranstalten und die vielen Mehrwerte der Wiese zu entdecken. Darüber hinaus plant die Kleingartenanlage noch weitere Maßnahmen, zum Beispiel Wege, die den Ort langfristig attraktiv machen. Dieser Ort bietet vielen Akteuren sich in der Zukunft einzubringen.

TIPPS

Da die Wiese an einem sehr prominenten, gut einsehbaren Ort angelegt wurde, konnte man Fortschritte und Ergebnisse direkt sehen. Diese Sicht- und Greifbarkeit der Aktion bewirkt, dass Menschen mehr von der Sinnhaftigkeit ihres Handelns überzeugt sind und sich tendenziell eher auch bei zukünftigen Aktionen beteiligen.

Weil sehr motivierte Schlüsselpersonen für die Aktion begeistert werden konnten, war das Projekt von Anfang an finanziell unabhängig und es konnten Widerstände in der Gemeinde leichter ausgeräumt werden.

Der klare Aktionsname Freya’s Streuobstwiese fördert die Assoziation diverser Umweltthemen (Artensterben, Bienenschutz etc.). Allerdings sollten die Auswirkungen dieser baulichen Maßnahmen auf die Artenvielfalt, bereits im Vorfeld genau geprüft werden. So wurden für die Streuobstwiese zugewachsene Areale gerodet, die eventuell  bereits eine hohe Biodiversität hatten. Dies gilt es genau abzuschätzen.