Kleinstadt Klimafit Ein Projekt von GoingVis

Wie wird Klimaanpassung transparent?

Online-Karte Lieblingsplätze

Boizenburg/Elbe

In Reaktion auf die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Krise hat Boizenburg nach digitalen Beteiligungsformen zur Klimawandel-Anpassung gesucht. Entwickelt wurde die online Karte „Boizenburg, deine Lieblingsplätze“, die individuell nutzbar ist und partizipativ eingesetzt werden kann.

In die online erreichbare Karte kann jeder seine versteckten Lieblingsplätze von heute und in der Zukunft eintragen. Der Fokus lag auf besonders schattigen und erholsamen Orten, die Karte ist aber nicht darauf beschränkt. Hauptziel ist es, Menschen in Boizenburg ins Gespräch über ihre Stadt zu bringen. So fanden sich virtuell Orte, die vielen am Herzen liegen und für deren Erhalt und zukunftsorientierte Verbesserung sich Boizenburger*innen einsetzen wollen (Mitmachaktionen).

Die Karte ermöglicht, digitale und analoge Beteiligung zu verknüpfen, eine große Bandbreite an Bürger*innen wird erreicht - auch Personen, die in Beteiligungsveranstaltungen nicht den Mut hätten, sich einzubringen.

Auf der Karte wurden bisher über 200 Einträge gepostet. Sie ist ein lebendiges Stadtentwicklungsinstrument und unterstützt die Vernetzung der Bürger*innen mit der Schnittstelle Verwaltung. Sie ist der erste Schritt, um konkrete Orte gemeinsam zukunftsfit zu machen. Sie wurde außerdem dafür genutzt, vergangene Workshops und Ergebnisse zu publizieren und so die Wissensdatenbank zu erweitern.

Eine Anleitung zu Online-Karten finden Sie hier.

Wie kann so ein Projekt finanziert werden?

Das Projekt wurde durch die Plattform finanziert.
Plattform PLATZ-B Scouts Bürger*innen Verwaltungs-Mitarbeiter*innen Stadtvertreter*innen
Die Plattform organisierte die partizipative Kartierung. Georeferenzierte Daten wurden aufgenommen und audiovisuelles Material gesammelt, um dieses später spezifischen Punkten in der OnlineKarte zuzuordnen (GemeinsamSuchTage). Beim Befüllen der Karte nahm die Plattform eher eine zurückhaltend-moderierende Rolle war. Ziel war es das die Boizenburger Bürger*innen selbst den Kartierungsprozess vornahmen um implizites Wissen, explizit machen zu können. FFU war federführend an der Entwicklung der Online-Karte beteiligte, programmiert wurde die Online-Karte durch die Agentur formlos.
Ausgewählte Bürger*innen haben die Online-Karte vor ihrer EInführung getestet.
Die Bürger*innen posten ihre Orte und ihr Wissen auf der Online-Karte.
Verwaltungs-Mitarbeiter*innen können über die Online-Karte auf das Wissen und die Eindrücke der Bürger*innen zugreifen.
Stadtvertreter*innen können über die Online-Karte auf das Wissen und die Eindrücke der Bürger*innen zugreifen.
Die Plattform organisierte die partizipative Kartierung. Georeferenzierte Daten wurden aufgenommen und audiovisuelles Material gesammelt, um dieses später spezifischen Punkten in der OnlineKarte zuzuordnen (GemeinsamSuchTage). Beim Befüllen der Karte nahm die Plattform eher eine zurückhaltend-moderierende Rolle war. Ziel war es das die Boizenburger Bürger*innen selbst den Kartierungsprozess vornahmen um implizites Wissen, explizit machen zu können. FFU war federführend an der Entwicklung der Online-Karte beteiligte, programmiert wurde die Online-Karte durch die Agentur formlos.

Was kann entstehen?

Die Online-Karte unterstützt eine an der Lebenswelt der Bürger*innen orientierte Auseinandersetzung mit  lokalen Klimarisiken. Lokales Erfahrungswissen, Zukunftswünsche und Werte werden offengelegt, gesammelt und sind allen zugänglich gemacht.

Durch die Verbindung einer digitalen und analogen Beteiligung kann eine große Bandbreite an Bürger*innen erreicht werden. Auch Personen, die in Beteiligungsveranstaltungen nicht den Mut hätten sich einzubringen oder zeitlich weniger flexibel sind, haben hier unabhängig und über die Veranstaltungen hinaus die Möglichkeit sich einzubringen.

Wie kann es weitergehen?

Um die Stadtgesellschaft über die Online-Karte und ihre Möglichkeiten zu informieren und zum Eintragen zu animieren, wurde ihr Start in ein lokales Event, die GemeinsamSuchTage, eingebettet.

Die Online-Karte kann kleinen Städten auch einen Einstieg bieten, um Eingangsdaten für Stadtentwicklung zu erheben. Dabei werden positive Narrative rund um die Orte gesammelt.

Die Anwendungsbereiche der Karten lassen sich schrittweise erweitern, zum Beispiel auf Handlungsfelder des Klimaschutz, Mobilität, Grünflächenpflege-Patenschaften etc.

TIPPS

Administration ist notwendig, denn Anpassung an den Klimawandel als Thema Schwerpunkt der Online-Karte verloren gehen. Andere Interessen können überhandnehmen.

Um technikferne Personen zu erreichen, kann Assistenz bei den Einträgen in die Online-Karte sinnvoll sein.

Erwartungsmanagement hinsichtlich der Einträge der Bürger*innen ist wichtig. Was können wir selbst zur Umsetzung der Wünsche tun? Wie kann die Stadtverwaltung unser Tun unterstützen?

Um die Karte vielseitiger nutzen zu können, wäre ein Smartphone-App hilfreich.

Die reale und analoge Einbindung der Online-Karte in Veranstaltungen zur Einführung ist wichtig. Auch sich wiederholende Formate und Aufrufe zum Kartieren müssen eingeplant werden. Darüber hinaus braucht es einen Plan für die weitere Auswertung und Anwendung der Einträge.

Eine Anleitung zu Online-Karten finden Sie hier.

Wie funktionieren Online-Karten?

Ziele

Die Betroffenheiten durch den Klimawandel und Projekte transparent und übersichtlich darstellen, Wissen teilen und zum Mitmachen motivieren

Die Plattform mit ihren Aktivtäten in die digitale Welt heben und hybride Formate ermögliche (Präsenz/analog und digital)

 

Zielgruppen

Bürger*innen

Organisierte Akteure

Politiker*innen

Verwaltungsmitarbeiter*innen

Personen

offen

Dauer

kontinuierlich

Wie die Online-Karten für Klimaanpassung funktionieren

Online-Karten helfen, Klimawandel und Anpassung in der Stadt festzupinnen. Damit werden Klimafolgen, Aktivitäten und Akteure sicht- und ansprechbar. So können naturwissenschaftliche und soziale Zusammenhänge aufgezeigt und erklärt werden.

Durch die Möglichkeit, eigene Posts zu setzen, wird ein niedrigschwelliges Beteiligungsangebot gemacht. Fotos und Videos können hochgeladen werden, fangen Stimmungen ein und sagen oft mehr als viele Worte.

In Großstädten gibt es auf Themen zugeschnittene Karten: für das Baumgießen, für Radwege, für aktive Akteure. In Kleinstädten ist der Vorteil, dass auf einer Karte vielfältige Themen abgebildet werden können. Beispielsweise kann die Plattform die Akteure der Stadt einladen, ihre Projekte zu Nachhaltigkeit einzutragen.

 

Durchführung

Option 1: Anpassung eines bestehenden Karten-Tools, zum Beispiel Open Source

Option 2: Nutzung einer fertigen Online-Karte, wie kartevonmorgen.org

Option: 3: Programmierung durch einen Dienstleister einer auf den eigenen Bedarf zugeschnittenen Karte

Die Online-Karte kann genutzt werden, um die Ergebnisse von Erlebnisspaziergängen oder den GemeinsamSuchTage live zu dokumentieren.

Die Online-Karte kann eine eigene Domain bekommen oder auf der Webseite der Plattform integriert werden.